Ticket Konzert "Winterreise"
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lied kunst
WINTERREISE - Franz Schubert

30. Januar - Bamberg
31. Januar - Schongau
27. Februar - Tübingen
Die Winterreise von Franz Schubert ist wohl der am häufigsten aufgeführte Liedzyklus überhaupt. Weltweit vor allem in der dunklen Jahreszeit musiziert und unendlich oft eingespielt möchte man meinen, es sei alles gesagt, was mit der Winterreise gesagt werden kann. Was also Neues kann die Interpretation der Sopranistin Eilika und dem Dirigenten und Pianisten Bernhard Wünsch dem hinzu fügen? Eilika und ihr Pianist Bernhard Wünsch sind ein Duo, wie man es sich für das Lied nur wünschen kann. Ungekünstelt, frei von Allüren und immer dem Notentext und der Dichtung verpflichtet, schaffen sie es, sich in täglicher Zusammenarbeit die Basis für ein vollkommen losgelöstes, dem Inhalt und der musikalische Ausdeutung ganz ergebenes Musizieren. „Es gibt im weiten Feld der Kunstlieder wahrlich wenige Duos, denen die Liaison zwischen Dichtung und musikalischer Ausdeutung so eng verschmolzen und zugleich so überaus differenziert interpretiert gelungen ist (...)“ (RZ 2012). Die ganze Kunst der Liedgestaltung bündelt Eilika in einer überraschend ungekünstelte Darstellung und einem ganz natürlichen, wie aus dem Moment geborenen Tonfall. Auch die dynamische Flexibilität und die kluge Phrasierung gereichen als selbstverständliches Ausdrucksmittel der innigen Verbindung von Lyrik und Komposition. Und Bernhard Wünsch zeigt am Klavier durch sein zugleich begleitendes und doch mal die innere Dramatik voran treibendes, mal tief in sich ruhendes Musizieren durchgehend ein Gespür für die besonderen, sehr natürlichen Farbwerte Schuberts.
Weiterhin lebt „Eilikas Winterreise“ von den vielschichtigen persönlichen Erfahrungen der Sopranistin. So lassen die ersten Textzeilen „fremd bin ich eingezogen, fremd zog ich wieder aus“ als einen ganz persönlichen Aspekt der dramaturgischen Darstellungen dieses weltbekannten Zyklus erscheinen. Wie als Ausgleich dessen wirkt die Tatsache, dass die Texte der Winterreise eine äußere und innere Wanderung aus Sicht eines Mannes bedeuten. Das Musizieren dieser Lieder durch eine Sopranistin nimmt den Liedern das Direkte, das „zu-Einfache“. Es ist eine dem Unmittelbaren enthobene Darstellung, oder wie es einmal ein Zuhörer sagte, „es ist, als ob hier die Seele des Mannes erzählen würde“. Der Hörer trägt ein "un-erhört" tiefes Erleben mit nach Hause.